Rover and Pfadis go Scotland

Erschienen am 24. Juli 2022 in Pfadfinder

Rover

 

Nach einer dreijährigen Pause, kann endlich wieder ein Wanderlager stattfinden. 9 Rover, 2 Pfadis und 3 Leiter machen sich auf den West-Highlandway nach Fort William.


Tag 1

Wie es sich für ein Lager gehört, erlebt man schon während der Anreise so viele Dinge:

  • An der Grenzkontrolle hatten wir schon die ersten Verluste, denn ein paar Fahrtenmesser und eine Säge mussten wohl oder übel in Brüssel bleiben. Aber wir kamen in London an, das ist die Hauptsache.
  • In London hatte unser Anschlusszug zuerst Verspätung und ist dann doch ausgefallen. Zum Glück fährt jede Stunde ein Zug nach Glasgow.
  • Obwohl im nächsten Zug alle Reservierung aufgehoben wurden und wir uns sogar in die erste Klasse hätten setzen können, haben wir uns unfreiwillig für das Saunabteil entschieden, wo die Kühlung erst nach dem Neustart der Klimaanlage funktionierte.
  • So kamen wir endlich 2 Stunden nach geplanter Ankunft in Glasgow an.

Tag 2

Heute ging es endlich los! Nach einer Busfahrt kamen wir in Inveranan an und gingen unsere ersten Kilometer auf dem West-Higlandway.

Nachdem wir immer wieder hoch und runter mussten, wurden wir schon etwas müde. Wir gingen auf die Suche nach unserem heutigen Übernachtungsplatz, den wir in der Nähe eines Flusses fanden.

Leider gab es neben Reis mit Soße, vorallem Mücken, hier midges genannt, zum Abendessen.


Tag 3

Nach einem midges-reichen Aufstehen, bei dem die Arme sofort voller schwarzer Punkte waren, geht es weiter. Unser Tagesziel: 15km nach Tyndrum.

Manchmal mussten wir ganz tief gehen…

Um dann wieder hoch zu kommen.

Gegen Spätnachnittag haben wir unser Tagesziel erreicht! Unsere Füße schmerzen, der Hunger ist groß.


Tag 4

Puuh, der gestrige Tag liegt uns noch in den Knochen. Heute wollen wir nach Bridge of Orchy, welches in 11 km Entfernung liegt.

Da die Wanderung nicht wirklich heilsam für unsere Knochen war, haben wir uns entschieden den Bus nach Kingshouse zu nehmen.

Schön wenn man im peitschenden Regen ankommt und feststellt, dass dort die National Championships im Downhill stattfinden und alles ausgebucht ist. Nach einer kleinen Stärkung und einem heißen Kakao haben wir uns entschieden, auch noch den nächsten Bus nach Kinlochleven zu nehmen. Das war eine sehr gute Entscheidung, wie wir kurz darauf erfahren haben, denn für morgen wird ein Sturm vorhergesagt. Auch wenn der Busfahrer das zählen nicht drauf hat und uns mehr berechnet hat, sind wir nach einer turbulenten weiteren Fahrt in Kinlochleven angekommen.


Tag 5

Nachdem Gestern gar nicht Plan lief, gönnen wir uns heute einen Tag Pause. Endlich mal ausschlafen und um 12 Uhr frühstücken . Dann stand das Pflegeprogramm an und wir haben die Duschen hier auf dem Campingplatzplatz genossen. Wie vorhergesagt hält der Regen fast den ganzen Tag an, doch zwischendurch kam sogar die Sonne heraus, aber sie blieb leider nur für 5 Minuten  Die gute Laune verlieren wir aber trotzdem nicht!

Zur weiteren Planung haben wir uns in den örtlichen Pub gesetzt, um dem mittlerweile sehr starken Regen eine Zeit lang zu entkommen. Dort gab es unter anderem sogar (veggi-) Burger  , aber unser selbstgemachtes Essen schmeckt uns auch sehr gut.


Tag 6

Dank unserer ungeplanten Busfahrt an Tag 4, mit der wir die eigentlich geplante Etappe für heute übersprungen haben, entschieden wir uns die letzte Etappe nach Fort William aufzuteilen und die ersten 11 km heute zu bewältigen. Die Strecke war gleich zu Anfang, durch einen Anstieg und später, durch das typisch schottische Wetter, Regen und viel Wind, durchaus anstrengend. Am späten Nachmittag erreichten wir unseren Platz fürs Wildcampen aber sogar unter blauem Himmel mit ein bisschen Sonne.

Wir ließen den Tag ausklingen, in dem die Leiter im Zelt lagen und „Die Drei ???“ hörten, während die Gruppenkinder schonmal für alle kochten.